Afraner im Ausland

Lust, die Welt zu entdecken und eine Sprache zu vertiefen? Dafür eröffnet sich die Möglichkeit in der 10. Klasse. Irland, Kanada, Neuseeland, La Réunion oder Mexiko - das sind nur einige Vorschläge für den dreimonatigen Auslandsaufenthalt. 

Wenn man sich entschließt, einen Auslandsaufenthalt zu unternehmen, muss man diesen sorgfältig planen. Dies erfordert zwar viel Selbstmotivation, jedoch gibt es an Sankt Afra auch Anlaufstellen, um sich Unterstützung und Hilfe zu holen. Die Vorbereitungen beginnen meist schon zum Beginn der 9. Klasse. Die Checkliste gibt über die notwendigen Schritte Aufschluss. Man sucht sich entweder eine Organisation, welche den Auslandsaufenthalt zentral organisiert, oder man wird selbst aktiv und organisiert sich eine Gastfamilie. Weiterhin wird zwischen Aufenthalt und Austausch unterschieden. Im Gegensatz zum Auslandsaufenthalt kommt beim Austausch ein Schüler aus der gewählten Gastfamilie ebenfalls für drei Monate nach Afra. Dies muss lange Zeit vorher bei der Schulleitung beantragt werden. 

Das klingt nach sehr viel Aufwand, aber dieser wird belohnt!

Nähere Informationen dazu findest du hier:

  • "Ich bin nach dem Auslandsaufenthalt ein anderer Mensch geworden. Ein besserer!"
Sächsisches Landesgymnasium Hochbegabtenförderung - Sankt Afra, Meissen - Afraner im Ausland

Kannst du jetzt Brasilianisch?

Ich stehe am Flughafen. Mein Flug auf der Anzeigetafel rutscht immer weiter nach oben. Mit gemischten Gefühlen und viel Vorfreude warte ich gespannt, ins Flugzeug zu dürfen. Ich verabschiede mich von meiner Familie und schon geht es los. Auf mich warten nun drei Monate in Brasilien - ohne großartige Portugiesischkenntnisse. Schon lange wollte ich eine neue Sprache erlernen und empfand die Möglichkeit des Auslandsaufenthaltes nahe zu perfekt dafür. Nach 18 Stunden und einem Umstieg erreiche ich mein Ziel: Londrina, eine Großstadt im Südosten Brasiliens. Ich hole mein Gepäck und bis gespannt, was mich jetzt erwarten wird. Meine Gastfamilie begrüßt mich herzlich. Ich fühlte mich ab dem ersten Moment gut aufgenommen. Auf der Autofahrt berichtete mir mein Gastvater in gebrochenem Englisch etwas von deren Zuhause. Bei den Worten „We are two dogs“, brachen meine Gastschwester, meine zwei Gastbrüder und ich sofort in schallendes Gelächter aus. Fortan besuchte ich täglich die Schule und fand trotz der anfänglichen Sprachbarriere viele neue Freunde. Auch an den Wochenenden war immer was los: Geburtstagsfeiern, eine Hochzeit, Konzerte. Abgerundet mit einem Ausflug zu den Wasserfällen Cataratas do Iguacu, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Der Anblick war großartig! Anschließend waren wir noch kurz auf einem Markt in Paraguay - für mich eine ebenfalls völlig neue Erfahrung. Eine Woche später waren die drei Monate leider schon vergangen, ich wäre gern noch länger geblieben. Aber als ich im Flugzeug auf dem Rückweg saß, merkte ich auch, wie sehr ich mich wieder auf zu Hause und meine Freunde freue.