
Den Rücken stärken
An Sankt Afra hast du Mentorinnen und Mentoren. Das sind Erwachsene, die dich in deiner Entwicklung begleiten und unterstützen. Die sind dabei noch wichtiger als Klassenlehrer und ein ganz zentraler Teil des afranischen Konzepts. Wir setzen nämlich auf individuelle und vertiefte Förderung durch persönliche Begleitung.
Dafür hast du eine/n Internatsmentor/in (IM), die oder der zu deinem Haus gehört, und eine/n Gymnasialmentor/in (GM), den oder die du dir selber aussuchst. Die Arbeitsteilung sieht ungefähr so aus: Mit IM besprichst du alles, was Wohnen und Zusammenleben betrifft, GM unterstützt dich in deiner schulisch-akademischen Entwicklung.
„Jeder Schülerfreak findet hier seinen Lehrerfreak und umgekehrt.“
Auf Augenhöhe
Mit IM und GM bist du auf gemeinsamer Entdeckungsreise. Beide ermutigen dich dazu, tiefer zu gehen, Ideen weiterzudenken, mit anderen zu teilen und auch umzusetzen. Sie ermutigen dich, deinen Freiraum zu gestalten und deine Persönlichkeit zu entfalten, emotional und intellektuell. Sodass du immer wieder sagen kannst: aha, hier liegen meine Stärken und, ok, das sind meine Schwächen. Hier habe ich besondere Fähigkeiten und diese Sache liegt mir wirklich am Herzen. Für beide Seiten ist das Mentoring damit auch eine Übung in professioneller Vertrautheit, ein Ausbalancieren von Nähe und Distanz: Was teile ich, was behalte ich für mich?
IM und GM helfen dir sozusagen, dich aus dir selber rauszukriegen. Und das hilft allen.


Offene Ohren
Für noch mehr Unterstützung, gibt es außerdem die Internatspädagogen/-innen. Die sind rund um die Uhr im Internat erreichbar, aber dabei nicht fest einem Wohnhaus zugeordnet, sondern haben ihr eigenes »Diensthaus«, eine kleine Kommandobrücke des Internats. Die IPs organisieren Veranstaltungen, vor allem sind sie aber einfach immer da und vor allem sind sie keine Lehrer. Das erleichtert ja manchmal die Beziehung.
Außerdem gibt eine Beratungslehrerin und eine psychologische Beratungsstelle. Unsere Psychologin kennt sich besonders gut mit den Herausforderungen aus, mit denen mehrfach begabte Jugendliche häufig zu tun haben, und auch mit den Schwierigkeiten, die sich aus dem Internatsleben ergeben können. Hier findest du immer ein offenes Ohr.
„Ein Mentor ist kein Vorbild, er ist ein Entwurf. “
Mit dem Strom gegen den Strom
Außerdem hast du natürlich Peers. Das sind die anderen Schülerinnen und Schüler. Die, die dir nahe stehen, und die, mit denen du weniger zu tun hast. Auch die unterstützen dich auf deinem Weg, und brauchen umgekehrt deine Unterstützung. Weil jede und jeder eigene Fähigkeiten mitbringt und eigene Erfahrungen macht. Du kannst dir einen Paten suchen und später selber Patin werden, oder dich in Gremien wie dem Schulrat einbringen. Aber am wichtigsten ist einfach da zu sein: im Internatshaus, Klassenraum, im Chat, auf dem Blauen Wunder, in der Stadt, auf der Wiese, am Fluss.


Zeit für Kooperation
Zusammenarbeit: ja. Gegenseitige Hilfe: total. Wir lernen voneinander aneinander miteinander, manchmal durcheinander. Dafür gibt es sogar einen fest geplanten Slot in der Woche: die Kooperationzeit. Also eine Zeit zum Austausch für alle: zwischen Mentee (das bist du) und Mentor, zwischen Kolleginnen, zwischen Freunden. Hier können fachliche Methoden und Materialien geteilt, aber auch emotionale Herausforderungen besprochen werden. Hier ist Raum für kleine Konferenzen, in denen sich Jugendliche und Erwachsene verschiedener Fachbereiche und Professionen verständigen, zum Teil auch profundum und otium planen. Weil es gemeinsam besser geht.